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Rainer Brüderle bei FDP-Neujahrsempfang in Bergisch Gladbach: „Wir brauchen eine neue Bereitschaft zu Risiko, Innovation und Wandel“
Rhein-Berg, 23. Januar 2012
Über 200 Gäste folgten der Einladung, um am Sonntagmorgen Rainer Brüderle im Bergisch Gladbacher Kreishaus zu erleben. Der rheinisch-bergische Bundestagsabgeordnete Christian Lindner, der FDP-Kreisverband und die liberalen Fraktionen in Kreis und Stadtrat hatten den Fraktionsvorsitzenden der FDP im Deutschen Bundestag als Gastredner zu ihrem diesjährigen Neujahrsempfang geladen. Lindner freute sich über den großen Zuspruch auch externer Gäste, unter ihnen der neue Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke und der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach.
In seiner Rede betonte Brüderle: "Wir sollten uns nicht schlechter machen, als wir sind. Vom kranken Mann Europas ist Deutschland zum viel geachteten und bewunderten Power-House geworden." Nach wie vor herrsche in Deutschland aber eine Kultur des Klagens und Jammerns, die der tatsächlichen Lage gar nicht entspreche. Deutschland brauche eine neue Bereitschaft zu Risiko, Innovation und Wandel, wie ihn der Mittelstand vorlebe. "Mittelstand, das ist auch eine Geisteshaltung", sagte Brüderle. In einem Land, in dem nur wenige Großkonzerne die Strukturen bestimmten, da wolle er gar nicht leben. Auf europäischer Ebene verlangte der liberale Fraktionschef ein neues Zusammenhalten: Nur gemeinsam habe Europa eine Zukunft. Wer sich aber mit Blick auf den Euro dauerhaft nicht an die Regeln halte, könne nicht darauf hoffen, auf ewig mitspielen zu dürfen. Forderungen nach größerer finanzieller Beteiligung Deutschlands an den Rettungsmaßnahmen erteilte Brüderle eine Absage. Der deutsche Haushalt sei kein Selbstbedienungsladen.


