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15.04.2010

FDP spricht mit Milchbauern – Landtagsabgeordneter Holger Ellerbrock zu Gast in Kürten

Zu einem Gespräch mit rheinisch-bergischen Milchbauern kam Holger Ellerbrock, agrarpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen, auf Einladung des Kürtener FDP-Ratsherrn Rainer Stahlke. Gemeinsam mit Landwirten und Vertretern des Bunds deutscher Milchviehhalter (BdM) diskutierten der Agrarpolitiker Holger Ellerbrock und der rheinische FDP-Landtagskandidat Hermann Küsgen über die aktuelle Milchkrise.

Nach Einschätzung des BdM-Kreisvorsitzenden Lambert Stöcker seien viele Betriebe im Bergischen in ihrer Existenz gefährdet. Dabei hätten sie sich bestmöglich auf den Markt eingestellt: "Gute Betriebe haben ihre Kosten so gerade gedeckt." Landwirt Stefan Hagen hatte eine entsprechende Kostenrechnung aufgestellt, wonach jedes Kilogramm Milch den Bauern 11,74 Cent Verlust einbringt, der nur durch die eigene Arbeitsleistung der Landwirte aufgefangen wird. "Wir müssen marktorientierte Rahmenbedingungen schaffen", sagte Stöcker.

"Die Sorgen der rheinisch-bergischen Landwirten nehme ich ernst ", sagte Landtagskandidat Hermann Küsgen. Zugleich stellte Agrarpolitiker Ellerbrock klar, dass die Politik keine Preise festlege. "Für mich sind die Landwirte eigenständige Unternehmer", so der FDP-Politiker, sie müssten den Markt für sich prüfen.

Mit der Herstellung von Qualitätsprodukten biete sich den Milchbauern aber die Möglichkeit, eine eigene Wertschöpfungskette "und somit ein Gegengewicht zu den bestehenden Molkereistrukturen" zu errichten. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass sich die Milchbauern zu größeren Erzeugergemeinschaften zusammenfänden. Nur so könne es ihnen gelingen, Qualitätsprodukte wie beispielsweise die "Grünlandfrischmilch" erfolgreich an dem Markt zu bringen. "Das Motto muss lauten: Klasse statt Masse", sagte Ellerbrock.

Mit der Grünlandfrischmilch könnten die Bauern den Verbrauchern etwa ein Produkt anbieten, das nicht nur schmeckt, sondern aufgrund der ungesättigten Fettsäure auch gut für Herz und Kreislauf sei.


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