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15.12.2009
Lindner wird neuer FDP-Generalsekretär: Innovation und eine neue Fairness
Der Bundesvorstand der FDP hat am Montag Christian Lindner einstimmig zum Generalsekretär bestimmt. Am Dienstag umriss der neue Generalsekretär im "Deutschlandfunk" sein Programm. Die FDP werde darauf achten, dass der Geist des Koalitionsvertrages, "der auf Innovation und auf einer neuen Fairness basiert", realisiert werde. Er wolle "auf eine größere gesellschaftspolitische Vision" hinaus, so Lindner.Der FDP-Bundesvorsitzende Guido Westerwelle erklärte im Anschluss an die Präsidiumssitzung in Berlin, dass er sich auf eine Zusammenarbeit mit Lindner freue. Er besitze sein „volles Vertrauen“. Lindner zeichne sich durch seine „frische dynamische Art“ aus, so Westerwelle. Lindner habe sich in NRW bereits in einer Programmdebatte verdient gemacht und diese „mit Tiefgang“ inspiriert.
Mit Blick auf die anstehende Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, erklärte Westerwelle, Lindner habe „volle Rückendeckung“, „seinen Beitrag zu leisten, um die Wahl zu gewinnen“. Auch er werde sich mit voller Kraft einbringen, um eine Linksregierung in seinem Heimatbundesland zu verhindern, kündigte Westerwelle an.
{bild:25013} Der frisch gekürte FDP-Generalsekretär erklärte, er freue sich, mit der Parteispitze zusammen zu arbeiten. Er wolle erreichen, die Erfolge der FDP deutlich zu machen und die liberale Gestaltungskraft auszubauen. Die Handschrift der FDP müsse auch in der Regierung deutlich erkennbar sein. Zudem betrachte er es als seine Aufgabe, die mittlerweile 73.000 Mitglieder für die Regierungsarbeit zu begeistern. Dies alles sei eine „spannende Aufgabe“, auf die er sich sehr freue, betonte Lindner.
Mit Blick auf die von Westerwelle angesprochene Programmdebatte erklärte Lindner, die FDP besitze bereits mit den „Wiesbadener Grundsätzen“ ein ausgezeichnetes Grundsatzprogramm. „Wir wollen aber unseren programmatischen Vorsprung ausweiten“, so Lindner. Er betonte, er wolle die Partei als liberale „Denk-Fabrik“ etablieren und versprach eine liberal geprägte „gesellschaftspolitische Vision“.
FDP-Parteivize Andreas Pinkwart gratulierte Lindner zu seiner neuen Aufgabe. Für den Landeschef ist er "der richtige Mann, zur richtigen Zeit am richtigen Ort." Das gelte sowohl für die Fortentwicklung des Programms wie für die Profilierung der FDP in ihrer neuen Rolle als Regierungspartei im Bund. Pinkwart ist zugleich überzeug, dass dies das Gewicht der FDP-NRW in der Bundespartei steigere und "uns zusätzliche Chancen bei der bevorstehenden Landtagswahl" eröffne.
Pinkwart verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass Lindner als Generalsekretär des Landesverbandes in den vergangenen fünf Jahren wesentlich zum Erfolg der FDP-NRW beigetragen habe. "Umso mehr freue ich mich, dass er seine Aufgaben für den Landesverband bis zur Verabschiedung des Landtagswahlprogramms und zur Neuwahl des Landesvorstandes im März 2010 als Generalsekretär der FDP-NRW fortführen wird."
Auch Gerhard Papke, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion, gratulierte Christian Lindner zum Amt des FDP-Generalsekretärs und wünschte "ihm für seine neue Aufgabe viel Glück und alles Gute." Papke würdigte Lindners "bemerkenswerte Stärken und sein herausragendes politisches Talent", um die die FDP-Fraktion nach zehn Jahren enger Zusammenarbeit wisse. "Christian Lindner hat trotz seines jungen Alters erheblichen Anteil am Widererstarken der NRW FDP. Er wird auch seine neue Aufgabe hervorragend meistern."

