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12.05.2009

Kulturfrühstück der FDP-Landtagsfraktion in Bergisch Gladbach / Lindner: „Ohne reiches kulturelles Leben trocknen Wirtschaft und Gesellschaft aus“

„Freiheit heißt in der Wirtschaft Wettbewerb, in der Gesellschaft Toleranz und kulturelle Vielfalt“ – so eröffnete der rheinisch-bergische FDP-Landtagsabgeordnete Christian Lindner ein „Kulturfrühstück“, zu dem 90 Gäste auf Einladung der liberalen Landtagsfraktion in das Gemeindezentrum an der Bergisch Gladbacher Gnadenkirche gekommen waren. Lindner hob bei seiner Begrüßung hervor, dass für Liberale die Schaffung von optimalen Entfaltungsmöglichkeiten für Kunst und Kultur den gleichen Stellenwert habe wie die Gestaltung der sozialen Marktwirtschaft: „Ohne ein reiches kulturelles Leben würden Wirtschaft und Gesellschaft austrocknen.“ Bergisch Gladbachs Vizebürgermeisterin Ingrid Koshofer machte in einem Grußwort auf das große ehrenamtliche Engagement in der Kulturszene der Stadt aufmerksam. Hauptreferenten der Veranstaltung waren die Vizepräsidentin des nordrhein-westfälischen Landtags, Angela Freimuth, und der Präsident der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen, Dr. Fritz Schaumann.

Freimuth berichtete als kulturpolitische Sprecherin der FDP in Düsseldorf über die landespolitischen Ziele. Bis 2010 wolle die Regierungskoalition die finanzielle Förderung für Kunst und Kultur bezogen auf das Jahr 2005 verdoppelt haben. Kultur sei aber nicht nur eine Frage der Finanzierung: Insbesondere gelte es, junge Menschen bereits im Kindesalter für Kunst, Musik und Literatur zu begeistern und ihr Interesse zu halten.

Dr. Fritz Schaumann, ehemaliger FDP-Landtagsabgeordneter und langjähriger Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, stellte den Zuhörern anschließend die inhaltliche Ausrichtung der Kunststiftung NRW vor, die er als Präsident leitet. "In der Breite sind wir bereits gut aufgestellt. Wir haben im vergangenen Jahr über 250 Projekte gefördert", erläuterte Schaumann. "Was wir aber nun in Nordrhein-Westfalen brauchen, sind Leuchtturmprojekte, die Strahlkraft nicht nur in der Region, sondern über unser Land hinaus entwickeln."

In der anschließenden Talkrunde tauschten sich die beiden Experten unter Moderation von Bruny Fritz mit Akteuren der rheinisch-bergischen Kulturszene aus, darunter der bekannte Zeichner Walter Hanel, der Musikpädagoge und Produzent Klaus Heider, die Leiterin des Bergisch Gladbacher Kulturbüros Petra Weymans, die Overather Künstlerin Manuele Klein und der Leiter der Bergisch Gladbacher Max-Bruch-Musikschule, Josef Heiliger. Besonders engagiert diskutierten die Podiumsgäste über die Frage, ob hochwertige Kulturangebote nur in den Metropolen anzutreffen seien.


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