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28.11.2011
Lindner vs. Dammermann: Wie machen wir den Euro wieder fit?
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Auf Einladung der FDP Overath diskutierten FDP-Generalsekretär Christian Lindner und der Vorsitzende des FDP-Kreisverbands Unna, Christoph Dammermann, am Sonntag im Overather Kulturbahnhof über die Überwindung der Euro-Krise. Die Liberalen führen noch bis Mitte Dezember eine bundesweite Mitgliederabstimmung zum geplanten dauerhaften Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM durch und diskutieren hierzu auf über 160 Veranstaltungen in ganz Deutschland.Während Christoph Dammermann, Mitinitiator des Mitgliederentscheids, den Euro-Rettungsschirm ESM für ungeeignet hielt, die Krise in den Griff zu bekommen, sprach sich Christian Lindner für den Rettungsschirm aus. Nicht nur werde damit der Stabilitätspakt erneuert, der 2003 noch unter Beteiligung von Rot-Grün gebrochen wurde. „Wenn wir weiter daran beteiligt sein wollen, wichtige Weichenstellungen für die zukünftige Währungsstabilität in Europa mitzubestimmen, dürfen wir uns nicht aus der Verantwortung stehlen“, sagte Lindner. Europa brauche eine klare Wirtschaftsverfassung mit nicht hintergehbaren Regeln, automatischen Sanktionen und der Beteiligung von privaten Gläubigern im Falle einer neuerlichen Schuldenkrise. Dies alles leiste der ESM. Die Befürworter des Mitgliederentscheids stellen die Wirksamkeit hingegen infrage, ohne ein alternatives Konzept aufzustellen.
Die gut 70 Teilnehmer diskutierten angeregt und kontrovers mit den beiden Politikern. Dabei wurde klar, dass sowohl Lindner wie auch Dammermann für den Euro und für die Europäische Union stimmten. Lediglich bei der Frage, wie man die aktuelle Krise überwindet, gingen die Meinungen auseinander.
