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14.07.2011
Klaus Breil MdB in Eulenbroich: "Mehr Marktwirtschaft in der Energiewende"
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Am Dienstag kam der Energieexperte der FDP-Bundestagsfraktion Klaus Breil MdB auf Einladung des rheinisch-bergischen Bundestagsabgeordneten Christian Lindner nach Rösrath, um über die aktuell beschlossene Energiewende zu diskutieren. Vor über dreißig Zuhöhern begründete Klaus Breil die Entscheidung der Koalition im neuen Lehr- und Veranstaltungsgebäude neben Schloss Eulenbrorich: Grundlage für den Ausstieg aus der Kernenergie sei vor allem die „breite gesellschaftliche Ablehnung“ gewesen, die nach den Ereignissen in Fukushima stärker war als je zuvor. Die drei handlungsleitenden Säulen für die Politik bildeten aber weiterhin die Versorgungssicherheit, ein vernünftiger Kostenrahmen sowie Umweltschutz-Aspekte. Breil: „Den bisherigen Anteil der Kernenergie werden wir künftig vor allem durch Erneuerbare Energien, aber auch durch neue konventionelle Kraftwerke ausgleichen müssen.“Diese ehrgeizigen Ziele seien mit nicht unerheblichen Kosten und noch zu leistenden Anstrengungen etwa beim Netzausbau verbunden, so der Energieexperte. Als weitere liberale Ziele im Zuge des Energiekonzepts nannte Breil die Realisierung von „mehr Marktwirtschaft“ insbesondere auch beim Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die Einbindung der Bürger bei Infrastrukturprojekten. Die Energiewende sei insgesamt ein „Konjunkturpaket für die deutsche Wirtschaft“ und besitze „Signalwirkung“ an den Rest der Welt. Erstmals sei ein ganzheitliches Energiekonzept auf den Weg gebracht worden, das einen realistischen und finanzierbaren Ausstieg aus der Kernenergie aufzeige. Der Ortsvorsitzende der FDP Rösrath Hans Bundszus lobte angesichts der Ausführungen den „beeindruckenden Interessenausgleich“, der im Rahmen der Energiewende gelungen sei.
In der anschließenden angeregten Diskussion offenbarte sich ein breiter Fundus an Fachwissen: Breil versprach, die sachdienlichen Hinweise und Anregungen der Teilnehmer für die weitere parlamentarische Beratung in Berlin zu berücksichtigen.
